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mitnehmen

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Form / Grammatikmitnehmen · Verb · nimmt mit, nahm mit, hat mitgenommen · Konjugationstabelle
Aussprache: [ˈmɪtneːmən]
 Worttrennung: mit | neh | men
Wortzerlegung mit- nehmen
Wortbildung  mit ›mitnehmen‹ als Erstglied: mitnehmbar mit ›mitnehmen‹ als Grundform: mitgenommen · Mitnahme
Mehrwortausdrücke  die Punkte mitnehmen
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Bedeutungsübersicht

  1. 1. ⟨jmd. nimmt etw. mit⟩ (beim Verlassen eines Ortes, auf einen Weg o. Ä.) mit sich (fort)‍nehmen
    1. a) [spezieller, umgangssprachlich] (nebenher, zusätzlich) kaufen
    2. b) [umgangssprachlich, verhüllend] Synonym zu stehlen (1), entwenden
  2. 2. ⟨jmd. nimmt jmdn. mit⟩ (als Begleitung) mitkommen, mitfahren lassen
    1. ● [übertragen] in etw. einbinden, an etw. teilhaben, partizipieren lassen
  3. 3. [umgangssprachlich] ⟨jmd. nimmt etw. (für sich) mit⟩ als Erfahrung, Erinnerung oder Eindruck wahrnehmen, gedanklich oder emotional aufnehmen, verinnerlichen
  4. 4. [umgangssprachlich] ⟨jmd. nimmt etw. mit⟩ (unabsichtlich) berühren und beschädigen
  5. 5. [umgangssprachlich] ⟨etw. nimmt etw., jmdn. mit⟩ (körperlich) stark in Mitleidenschaft ziehen, schädigen oder beeinträchtigen
    1. ● [übertragen] ⟨etw. nimmt jmdn. mit⟩ (psychisch) in Mitleidenschaft ziehen, jmdm. Leiden, Schmerz bereiten, zufügen

Bedeutungen

eWDG , DWDS
1.
⟨jmd. nimmt etw. mit⟩(beim Verlassen eines Ortes, auf einen Weg o. Ä.) mit sich (fort)‍nehmen
Beispiele:
er nahm sich [Dativ] ein Buch auf die Reise miteWDG, 1974
Eine 20 Kilo schwere Tasche ist alles, was sie aus Sankt Petersburg mitgenommen hat. [Berliner Morgenpost, 16.04.2022]
Eine Garderobe gibt es auf dem Gelände […] nicht – es empfiehlt sich also, nicht allzu viel oder sperriges Gepäck mitzunehmen. [Münchner Merkur, 06.07.2021]
Kind, zieh dich warm an, wenn du zur Schule gehst! Und nimm den Regenschirm mit! [Aachener Zeitung, 27.08.2007]
Wer unangemeldet Sperrmüll auf die Straße stellt, wird mit einem Bußgeld belegt. Sperrmüll, der nicht angemeldet ist, wird nicht mitgenommen. [Frankfurter Rundschau, 09.11.2006]
Maria J[…] kennt viele Möglichkeiten, um Ferien in der Stadt zu genießen. Und sie nutzt sie auch. »Gerne fahre ich mit Freunden ins Grüne. Wir nehmen einen Kassettenrecorder mit, spielen Federball oder picknicken«, sagt die Schülerin aus Tiergarten. [Berliner Morgenpost, 29.06.1999]
a)
spezieller, umgangssprachlich (nebenher, zusätzlich) kaufen
Beispiele:
Ich glaub’, ich nehm noch einen Apfel mit. Was kostet der? [Frankfurter Rundschau, 17.08.2002]
Wenn ich zu Fuß in die Schule am Lodererplatz marschierte, kaufte ich mir dort immer eine Brezn. Die kostete ein Zehnerl, eine Semmel ein Fünferl. […] Bei der Metzgerei Gabler (heute Lobermeier) durfte ich mir auch immer »für 20 Pfenning a Hirnwurscht« (Gelbwurst) mitnehmen. [Münchner Merkur, 15.02.2024]
Ihr Lieben, noch ist die Rhabarbersaison im vollen Gange! Und bei jedem Einkauf nehm ich immer ein Kilo mit – für alle Fälle. [kleine leckere Hefeteilchen mit Rhabarber-Marzipan-Füllung, 19.05.2020, aufgerufen 14.06.2023]
»Die Kohlrabi nehm ich auch noch mit.« Am Obst‑ und Gemüsestand von Landwirt Ernst B[…] scharten sich gestern bei der ersten Auflage des Mönchweiler Wochenmarktes die kaufwilligen Bürger. [Südkurier, 26.08.2000]
Gestern nachmittag also gehe ich beim Laden vorbei und frag, ob es Reis gibt. Meine Frau sagt, wir haben fast alles aufgegessen. Es gibt welchen und ich denk, gut, nehm ich also zwanzig Kilo mit. [die tageszeitung, 22.08.1987]
b)
umgangssprachlich, verhüllend Synonym zu stehlen (1), entwenden, siehe auch organisieren (3)
Beispiele:
die Einbrecher haben den ganzen Schmuck mitgenommeneWDG, 1974
Wenn eine Reinmachefrau eine Scheibe Wurst aus der Kantine mitnimmt, wird ihr gekündigt. Aber beim Verursacher der Maut‑Pleite passiert nichts. [Bild, 07.07.2023]
Aus einem der Schränke wurden hochwertiger Schmuck (Halsketten, Ringe, Armbänder und Anhänger) und etwas Bargeld mitgenommen. [Neue Westfälische, 06.05.2023]
Der Täter gelangte nach Aufbrechen eines Kellerfensters in das Haus, dessen Besitzer zurzeit in Urlaub sind. Er durchsuchte und durchwühlte sämtliche Zimmer und nahm mehrere Wertsachen mit. [Südkurier, 19.07.2022]
Silberbesteck mitgenommen [Überschrift] […] Am Samstag hebelten Unbekannte die Terrassentür eines Einfamilienhauses […] auf. Sie durchsuchten jeden Raum und entwendeten unter anderem ein versilbertes Besteck. [Allgemeine Zeitung, 05.01.2016]
Mehrere Einbrecher sind durch die Kanalisation in ein Pariser Juweliergeschäft eingedrungen und haben Schmuck im geschätzten Wert von […] drei Millionen D‑Mark mitgenommen. [Berliner Zeitung, 20.06.1990]
2.
⟨jmd. nimmt jmdn. mit⟩(als Begleitung) mitkommen, mitfahren lassen
Kollokationen:
mit Adverbialbestimmung: auf einen Ausflug, eine Fahrt, einen Flug, eine Reise, eine Tour mitnehmen; in den Urlaub mitnehmen; im Auto mitnehmen
mit Akkusativobjekt: Anhalter, Passagiere, Haustiere, Hunde mitnehmen
Beispiele:
die Eltern haben uns an die See, zum Jahrmarkt mitgenommeneWDG, 1974
sie ließen sich im Auto mitnehmeneWDG, 1974
die Polizei nahm die Übeltäter mit (= brachte sie nach ihrer Festnahme zur Wache)eWDG, 1974
[…] der eine oder andere würde [beim Anblick eines ablegenden Frachtschiffes] gerne wie Hans Albers rufen: »Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise, nimm mich mit, Kapitän, in die Welt!« [Mittelbayerische, 15.02.2024]
Haustiere in den Urlaub mitzunehmen, wird in den Landshuter Hotels unterschiedlich toleriert. [Landshuter Zeitung, 02.09.2017]
Bei den beiden [bei meinem Bruder und seinem Mitbewohner] war ich beinahe öfters als in meiner eigenen WG. Ich nahm sie auf Partys meiner Freundinnen mit, sie mich zu ihren Partys. [… dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt, 15.01.2011, aufgerufen 14.06.2023]
Der Mann verließ […] das Geschäft und nahm noch seinen Hund, der vor dem Laden angeleint war, mit. [Thüringer Allgemeine, 18.02.2010]
Die Kinder wollten unbedingt mitkommen und fingen an zu weinen, sodass ich sie mitnahm. [Die Zeit, 31.12.2008]
Zum Training hat er seinen Sohn regelmäßig mitgenommen; großes Interesse am Fußball zeigte der Kleine aber nicht. [Rhein-Zeitung, 14.06.2006]
●
übertragen in etw. einbinden, an etw. teilhaben, partizipieren lassen
Beispiele:
»Alme ist ein ruhiger, geselliger Trainer, er nimmt alle Spieler mit. Seine Art, Fußball zu spielen gefällt mir.« B[…] ergänzte: »Er hat sich von Anfang an für uns Spieler und unsere persönliche Situation interessiert.« [Döbelner Allgemeine Zeitung, 16.10.2020]
Was den Komponisten besonders freute: An dem Abend waren zwar viele Menschen seiner Altersklasse zu sehen, aber auch einige Kinder und Senioren. »Mir ist es wichtig, dass wir eine neue Publikumsgeneration wieder ins Theater bringen, aber auch die ältere Generation mitnehmen.« [Saarbrücker Zeitung, 15.06.2024]
Unter dem Strich sei der Start des E‑Rezepts […] ein Erfolg und ein wichtiger Schritt zur digitalen Transformation des Gesundheitswesens. »Es ist wichtig, den Menschen im Land die Vorteile einer solchen Digitalisierung zu vermitteln und alle Beteiligten bei dieser Entwicklung mitzunehmen.« [Rhein-Zeitung, 02.04.2024]
Während Bundes‑ und Landesregierungen den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, bleibt die Politikvermittlung auf der Strecke. Die Bundesregierung täte gut daran, die Bevölkerung viel stärker mitzunehmen. Erklären, Kalkulieren, Unterstützen – das müsste oben auf der Agenda von Klima‑ und Wirtschaftsminister Robert Habeck stehen. [Neue Osnabrücker Zeitung, 11.04.2023]
Mitarbeiter mitzunehmen und sie zu begeistern, dies alles in einer verantwortlichen Art und Weise, ohne auf einer höheren Position in der Hierarchie zu bestehen, sei die große Herausforderung heutzutage. [Süddeutsche Zeitung, 12.02.2021]
3.
umgangssprachlich ⟨jmd. nimmt etw. (für sich) mit⟩als Erfahrung, Erinnerung oder Eindruck wahrnehmen, gedanklich oder emotional aufnehmen, verinnerlichen
Kollokationen:
mit Akkusativobjekt: Euphorie, Rückenwind, Schwung, Selbstvertrauen mitnehmen; eine Anregung, diesen Punkt mitnehmen
Beispiele:
eine Chance, interessante Eindrücke, schöne Stunden mitnehmeneWDG, 1974
sie nehmen alles mit, was ihnen das Leben bieteteWDG, 1974
Mein Ziel ist es nun, die neuen Erfahrungen in der Zusammenarbeit und der Arbeitsorganisation, die ich hier gesammelt habe, mitzunehmen. [Luzerner Zeitung, 21.09.2001]
Diese Kontakte und gemeinsamen Erfahrungen will ich für mich mitnehmen. [Badische Zeitung, 16.04.2022]
Hinter der »Miss Thüringen« liegen spannende Tage im Vorbereitungscamp zum Miss‑Germany‑Finale, das an diesem Samstag im Europapark Rust stattfinden wird. […] »Eine spannende Zeit – ich nehme so viel für mich mit«, sagt die 26‑jährige Studentin. [Thüringer Allgemeine, 23.02.2019]
[…]Wir nehmen aus dem Vorfall mit, dass unser Reportingsystem funktioniert, haben aber gemerkt, dass wir noch hellhöriger mit den Mitarbeitern vor Ort in Kontakt treten müssen, damit solche Vorfälle noch schneller ans Tageslicht kommen. […] [Luzerner Zeitung, 19.07.2013]
[…] Journalisten, die über das Ereignis berichteten, haben davon nachhaltige Eindrücke mitgenommen. [Neues Deutschland, 19.02.1987]
4.
umgangssprachlich ⟨jmd. nimmt etw. mit⟩(unabsichtlich) berühren und beschädigen
siehe auch schrammen
Beispiele:
Beim Abbiegen […] »nahm« am Montagmorgen ein Lkw mit seinem Sattelauflieger einen Laternenmast mit. [Leipziger Volkszeitung, 05.06.2002]
Rund 5.100 Euro Sachschaden hat ein 18‑jähriger Autofahrer verursacht, als er beim Abbiegen die Verkehrsinsel mitnahm. [Rhein-Zeitung, 23.11.2015]
In einer Linkskurve kam der Mann nach rechts von der Fahrbahn ab, durchfuhr den Straßengraben, rammte zwei Leitpfosten, prallte gegen ein Metallgeländer, nahm noch einen Holzzaun mit und blieb letztlich in einer Senke stehen. [Schmallenberg: Mit 1,6 Promille in die Senke, 28.09.2009, aufgerufen 15.06.2023]
Der Fahrer hatte versehentlich einen Laternenpfahl mitgenommen. [Hamburger Abendblatt, 28.07.2007]
»Ein Schwerlaster könnte bei einem Aufprall ein paar Stützpfeiler mitnehmen und die Konstruktion zum Einsturz bringen«, fürchtet [Bauingenieur] G[…]. [Berliner Morgenpost, 21.08.2001]
5.
umgangssprachlich ⟨etw. nimmt etw., jmdn. mit⟩(körperlich) stark in Mitleidenschaft ziehen, schädigen oder beeinträchtigen
siehe auch mitgenommen (2)
Beispiele:
die dauernden Aufregungen nehmen sein Herz stark miteWDG, 1974
der Krieg hat das Land schwer mitgenommeneWDG, 1974
Ich bin ja hier nur zu Gaste, aber der Stärkste bin ich doch auch nicht gerade, und da müßte ich lügen, wenn ich behaupten wollte, daß mir das Arbeiten so ausgezeichnet bekäme. Vielmehr nimmt es mich ziemlich mit, das muß ich sagen. Recht gesund fühle ich mich eigentlich nur, wenn ich gar nichts tue[.] [Mann, Thomas: Der Zauberberg. Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 77]
Der Unfall hat sie derart mitgenommen, dass ein ärztliches Attest ihr dringend abrät, bei dem Prozess, in dem sie Nebenklägerin ist, zu erscheinen. [Frankfurter Rundschau, 05.11.2021]
Immer mehr Arbeitnehmer müssen in Schicht arbeiten, was gesundheitlich die Arbeiter mitnimmt. [Landshuter Zeitung, 30.11.2019]
Der vorherige Bau [der wiederaufgebauten Pfarrkirche San Apostol] musste abgerissen werden. Unwetter hatten dessen Lehmziegel so stark mitgenommen, dass der Gottesdienstbesuch zum unabsehbaren Risiko geworden wäre. [Südkurier, 26.04.2013]
Die Krankheit hat mich so sehr mitgenommen, daß ich auf den Rollstuhl angewiesen war. [Bild, 26.01.2006]
●
übertragen ⟨etw. nimmt jmdn. mit⟩(psychisch) in Mitleidenschaft ziehen, jmdm. Leiden, Schmerz bereiten, zufügen
Beispiele:
die Krankheit hat ihn mitgenommeneWDG, 1974
Wenn Freundschaften verdorren, nimmt mich das mit, obwohl ich weiß, dass das der Lauf des Lebens ist und jede Begegnung auf dieser Welt auf Zeit ist. [Thüringer Allgemeine, 27.04.2024]
Was mich immer noch am meisten mitnimmt, ist, dass Depression von vielen nicht als Krankheit, sondern als Charakterschwäche wahrgenommen wird[…]. [Schweriner Volkszeitung, 24.01.2022]
Für zwei, drei Sekunden war es still […]. Dann räusperte sich der ehemalige Vorsitzende Hans‑Günther K[…] und stand auf. Seine Stimme war belegt. »Sie merken, das nimmt mich mit«, sagte er. Dem Verein droht nämlich jetzt das Aus. »Viele Gründe haben dazu geführt«, hatte er zuvor erklärt […]. [Allgemeine Zeitung, 28.03.2018]
Anders als viele andere hat sie den Schock noch nicht überwunden. »Das nimmt mich alles so mit[…]«, sagt sie. [Aachener Zeitung, 18.05.2018]
Sehr mitgenommen hat mich […] das Schicksal meines Kollegen Michael R[…]. [Leipziger Volkszeitung, 07.02.2008]
Der Unfall nahm die junge Frau psychisch sehr stark mit. [Thüringer Allgemeine, 25.10.2007]

Zum Originalartikel des eWDG gelangen Sie hier.

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.

Bedeutungsverwandte Ausdrücke

(jemanden) mitnehmen  ●  (jemanden) einsammeln fig. · (jemanden verabredungsgemäß) abholen ugs. · (jemanden) auflesen ugs., fig. · (jemanden) aufsammeln ugs., fig.

Ökonomie
(sich) aneignen · abnehmen · abräumen · entreißen · entwenden · entziehen · fortnehmen · herunternehmen · mitnehmen · wegnehmen  ●  abjagen ugs. · abknapsen ugs. · abknöpfen ugs. · abluchsen ugs. · abringen ugs. · abzwacken ugs. · das Wasser abgraben ugs. · deprivieren geh., lat. · evinzieren fachspr., lat., juristisch · wegschnappen ugs.
Assoziationen

einstreichen · geschenkt bekommen  ●  (sich etwas) einstecken ugs. · absahnen ugs. · abstauben ugs. · einsacken ugs., salopp · mitnehmen ugs. · nicht Nein sagen ugs. · sich gönnen ugs.
Assoziationen

abführen · in Haft nehmen · in polizeilichen Gewahrsam nehmen · inhaftieren · wegbringen  ●  (jemanden) verbringen fachspr., Amtsdeutsch · abholen ugs. · mit auf die Wache nehmen ugs. · mit zur Wache nehmen ugs. · mitnehmen ugs. · sistieren fachspr.
Assoziationen

(eine) Belastung darstellen (für) · (jemandem) zu schaffen machen · (jemanden) aufwühlen · (jemanden) belasten · (jemanden) erschüttern · (sehr) betroffen machen · aus dem (seelischen) Gleichgewicht bringen  ●  (an jemandem) nicht spurlos vorübergehen ugs., fig. · (jemandem) an die Nieren gehen ugs., fig. · (jemandem) aufs Gemüt schlagen ugs. · (jemandem) nicht in den Kleidern hängenbleiben ugs., fig. · (jemandem) zusetzen geh. · (jemanden ziemlich) mitnehmen ugs. · (jemanden) fertigmachen ugs. · (jemanden) nicht kaltlassen ugs. · etwas machen mit einem ugs., euphemistisch
Assoziationen
  • (jemandem) (noch) lange nachhängen · (jemandem) (schwer) auf der Seele liegen · bedrücken · belasten · berühren · lasten (auf)  ●  (jemandem) (schwer) im Magen liegen ugs., fig. · (schwer) zu knapsen haben (an) ugs., regional · sein Päckchen zu tragen haben ugs., auch ironisch
  • (jemandem) nahegehen · (jemandem) zu Herzen gehen · (jemanden) tief berühren · (jemanden) tief bewegen  ●  (jemandem) unter die Haut gehen fig. · (jemanden) mitten ins Herz treffen fig. · (jemanden) sehr ergreifen fig. · (jemanden) anfassen geh., fig. · (jemanden) anrühren geh.
  • macht nachdenklich · wenig eingängig · zum Nachdenken  ●  schwer verdaulich fig. · schwere Kost fig. · schwergängig fig.
  • (etwas ist für jemanden) ein schwerer Schlag · (für jemanden) ein langer Kampf sein, bis · (jemandem) sehr zusetzen · (sich) lange herumquälen (mit) · lange nicht fertig werden mit · nur schwer verwinden (können) · schwer daran zu tragen haben, dass · sehr damit zu kämpfen haben, dass  ●  kaum hinwegkommen über variabel · (an etwas) (sehr) zu knacken haben ugs. · (lange) zu knapsen haben (an) ugs.
  • (einen) bösen Traum haben · schlecht träumen · schlimme Träume haben · schwer träumen · schwere Träume haben
  • aus tiefster Seele · beschwörend · dringend · eindringlich · flehend · flehentlich · händeringend · in flehendem Tonfall · inständig · inständigst · nachdrücklich · sehnlichst  ●  unter Flehen dichterisch · in drängendem Tonfall geh. · mit Engelszungen geh., biblisch · mit Menschen- und mit Engelszungen geh., biblisch

(das) Momentum nutzen · (die) Gunst der Stunde nutzen · (eine) Stimmung aufgreifen · (etwas) mitnehmen · ergreifen (Gelegenheit, Chance) · nicht verstreichen lassen · nutzen (Chance, Gelegenheit) · wahrnehmen (Termin, Vorteil, Chance) · zugreifen  ●  beim Schopf(e) ergreifen fig. · nicht links liegen lassen fig. · ausüben (Option, Recht) fachspr., kaufmännisch, juristisch · beim Schopf(e) packen (Gelegenheit, Chance) ugs., fig. · zuschlagen ugs.
Assoziationen

Assoziationen

(auf jemanden) eingehen · (die Leute) abholen, wo sie stehen · (die Leute) mitnehmen · nicht überfordern
Assoziationen
  • auf Einsicht (in das Notwendige) setzen · auf Freiwilligkeit setzen
  • (auf jemanden) eingehen · (ein) Ohr haben (für) · (jemandem) zuhören · (jemanden) ernst nehmen · (sich) verständnisvoll zeigen · (sich) verständnisvoll äußern · Verständnis haben (für) · Verständnis zeigen
  • (jemandem) jede Zumutung ersparen · (jemandem) nichts zumuten  ●  (jemanden) mit Samthandschuhen anfassen fig.

(jemanden) mit in den Tod nehmen · (jemanden) mit in den Tod reißen  ●  (jemanden) mitnehmen fig.
Unterbegriffe
  • (jemanden) in den Tod reißen · (von / bei etwas) in den Tod gerissen werden · gewaltsam zu Tode kommen  ●  (bei einem Unglück) zu Tode kommen variabel
Assoziationen
  • Mitnahmesuizid · erweiterter Selbstmord · erweiterter Suizid

(Rufnummer) mitnehmen · (Rufnummer) portieren (zu)
Assoziationen

(jemanden) mit (irgendwohin) nehmen · (jemanden) mitnehmen  ●  (jemanden) mitschleppen ugs., salopp

einsammeln · mitnehmen  ●  abschleppen ugs., salopp · einsacken ugs., salopp
Assoziationen

(etwas) an sich nehmen · (etwas) für sich behalten  ●  (etwas) mitnehmen ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›mitnehmen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mitnehmen‹.

Legende: Adjektive Adverbien Substantive
Zitationshilfe
„mitnehmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mitnehmen>, abgerufen am 29.10.2026.

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