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Gebiss, das

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Form / GrammatikGebiss · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gebisses · Nominativ Plural: Gebisse · Deklinationstabelle
Aussprache:
 Worttrennung: Ge | biss
Wortzerlegung ge-
Ungültige Schreibung Gebiß
Wortbildung  mit ›Gebiss‹ als Erstglied: Gebissabdruck · Gebissanomalie · Gebissklempner · Gebissregulierung mit ›Gebiss‹ als Letztglied: Haifischgebiss · Milchgebiss · Pferdegebiss · Restgebiss · Scherengebiss · Zaumgebiss

Bedeutungen

eWDG
1.
alle Zähne eines Menschen, Tieres
Beispiele:
er hat ein blendendes, weißes, kräftiges, gesundes Gebiss
der Hund bleckte, fletschte das Gebiss
2.
vollständiger Zahnersatz, Zahnprothese
Beispiele:
sich [Dativ] ein (künstliches) Gebiss anpassen, anfertigen lassen
das Gebiss sitzt, haftet nicht richtig, wackelt
das Gebiss herausnehmen, einsetzen
3.
eisernes Mundstück des Pferdezaumes
Beispiel:
[das Vollblut] hatte … das Gebiß zwischen die Zähne genommen und mich an die Spitze getragen [ SchomburgkAfrika55]

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
beißen · Biß · Gebiß · bissig · Bissen · bißchen · bissel
beißen Vb. ‘mit den Zähnen zupacken, die Zähne in etw. hineindrücken, scharf sein, brennen, ätzen’. Ahd. bīʒan ‘(hinein)beißen, stechen’ (8. Jh.), mhd. bīʒen, asächs. bītan, mnd. mnl. bīten, nl. bijten, afries. bīta, aengl. bītan, engl. to bite, anord. bīta, schwed. bita, got. beitan (germ. *bītan) gehören mit aind. bhinátti ‘spaltet, zerschlägt, durchsticht, bricht ein’ und lat. findere ‘spalten’ zu ie. *bheid- ‘spalten’, vielleicht eine Erweiterung der unter Beil (s. d.) angeführten Wurzel ie. *bhei-, *bhei̯ə-, *bhī- ‘schlagen’. Eng verwandt mit dem gemeingerm. Verb sind die unter beizen und bitter (s. d.) genannten Formen. – Biß m. ‘Zugriff mit den Zähnen, durch Beißen entstandene Verletzung’, ahd. biz (mit ungeklärtem Lautstand z oder ʒ am Wortende, s. beizen) ‘das Beißen, Biß, Bissen, Brocken’ (9./10. Jh.), mhd. biʒ, biz, asächs. biti, mnd. bēte, mnl. bete, nl. beet ‘Biß, Bissen’, aengl. bite, engl. bit ‘Biß’. Gebiß n. ‘Gesamtheit der Zähne’, ahd. gibiʒ ‘Gebiß, Bissigkeit, Schärfe’ (10. Jh.), mhd. gebiʒ, mnd. (ge)bit(te), gebēte ‘Gebiß, Zaum’. bissig Adj. ‘schnell und scharf zubeißend, durch scharfe Worte verletzend’, seit frühnhd. Zeit, vom 15. bis 19. Jh. auch beißig, mhd. bīʒec, erhalten in bärbeißig (s. d.); vgl. ahd. bīʒīg, biʒʒīg (Hs. 12. Jh.). Bissen m. ‘was man auf einmal abbeißen und in den Mund stecken kann, Happen, kleine Mahlzeit, Imbiß’, ahd. biʒʒo ‘abgebissenes Stück, Bissen, Klumpen, Brocken’ (9. Jh.), mhd. biʒʒe, mnd. bēte, aengl. bita, engl. bit, anord. biti, schwed. beta ‘Bissen’. bißchen (16. Jh.), landschaftlich bissel (15. Jh.) Adv. Adj., meist ein bißchen, ein bissel ‘ein wenig, etwas’, eigentlich ‘ein kleiner Bissen’.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Gebiss · Zähne  ●  Beißer ugs. · Kauleiste ugs.
Assoziationen
  • Zähneknirschen · Zähnepressen  ●  Bruxismus fachspr.
  • Dentologie · Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde · Zahnheilkunde · Zahnmedizin
  • Zahnüberzahl  ●  Hyperdontie fachspr., griechisch · Hyperodontie fachspr., griechisch · Polydontie fachspr., griechisch · Polyodontie fachspr., griechisch
  • Gebissformel · Zahnformel
  • Dentalplatte · Kauplatte  ●  Pulvinus dentalis fachspr., lat.

Gebiss · Totalprothese · Vollprothese · Zahnersatz  ●  dritte Zähne ugs. · falsche Zähne ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Gebiss · Gebissstange (eines Pferdes) · Kandare · Trense
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Gebiss‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gebiss‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Gebiss‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und als sie aufgestiegen war, hat sie sich ein neues Gebiß machen lassen. [Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 39]
Und mit ihrem scharfen Gebiss können sie sogar einen Kinderarm durchbeißen. [Die Zeit, 25.02.2008]
Dabei bleckte er vor den Kameras vergnüglich sein gelbes Gebiss. [Die Zeit, 11.04.2007 (online)]
In das hohle Maul kamen auf unsichtbare Weise beständig Steine, die von den nackten Gebissen knirschend zermalmt wurden. [Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia 2004 [1912]]
Die starke Vergrößerung des Gebisses hatte noch eine wichtige morphologische Konsequenz. [Heberer, Gerhard: Die Herkunft der Menschheit. In: Mann, Golo u. a. (Hgg.) Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia 2000 [1961]]
Zitationshilfe
„Gebiss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gebiss>, abgerufen am 29.10.2026.

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