Bevor mit Final Fantasy 7: Revelation im kommenden Jahr die Remake-Trilogie ihren krönenden Abschluss findet, geben sich deren Hauptdarsteller Cloud und Sephiroth erst einmal in einem anderen Ableger der beliebten Rollenspiel-Reihe die Ehre – und zwar zusammen mit vielen anderen Held*innen des Franchise. In Final Fantasy Resonance kommen sie alle zusammen dem jungen Rain zu Hilfe, der mit seinen Freund*innen die Welt retten muss. Was wir von dem Klassentreffen der Kult-Charaktere halten, erfahrt ihr in unserem Test.
Final Fantasy Resonance: Mysteriöses Mädchen und manische Mächte
Final Fantasy begeistert Videospielfans seit mittlerweile knapp vier Jahrzehnten und kann zusammen mit Dragon Quest maßgeblich für den Durchbruch des JRPG-Genres verantwortlich gemacht werden. Über die Konsolengenerationen hinweg erschienen nicht nur 16 Hauptteile, sondern auch Ableger und Spin-offs wie Tactics, Crystal Chronicles oder Crisis Core.
Jetzt geht es weiter mit Final Fantasy Resonance; auch hier ist es – gemäß der Tradition der Reihe – nicht nötig ist, Vorgängerteile gespielt zu haben. Story, Charaktere und Setting sind unabhängig von den anderen Spielen. Aber es zahlt sich mehr denn je aus, kommt es doch zu einer Rückkehr quasi aller Held*innen aus früheren Final Fantasy-Abenteuern.
Der Protagonist dieser Geschichte ist jedoch Rain, der gemeinsam mit seinem Kindheitsfreund Lasswell die Luftschiff-Flotte des Königreichs Grandshelt befehligt. Nachdem die beiden einer Anomalie in einem Schrein nachgegangen sind, in dem der Erd-Kristall aufbewahrt wird, müssen sie mit ansehen, wie dieser zerstört wird. Eine Gruppe mächtiger Ritter – die Geschworenen Sechs – ist dafür verantwortlich, und sie kündigen an, dass sie sich auch der Kraft der übrigen Kristalle bemächtigen wollen.
Das können Rain und Lasswell natürlich nicht zulassen, merken aber ziemlich schnell, dass sie dem mysteriösen Sextett unterlegen sind. Kurz vor ihrer kompletten Niederlage kommt ihnen allerdings ein nicht weniger geheimnisvolles Mädchen zu Hilfe. Fina kann sich zwar weder daran erinnern, woher sie kommt noch was sie nach Grandshelt verschlagen hat – will sich dem Helden-Duo aber unbedingt anschließen. So starten die drei gemeinsam in das Abenteuer, um die restlichen Kristalle vor dem Zugriff durch das Böse zu bewahren.
Die Rückkehr der Held*innen: Vom Krieger des Lichts bis zu Clive Rosswell
Schon auf ihrer ersten Mission kommen Rain und Lasswell in den Kontakt mit den sogenannten Visionen – Abbildern aus anderen Welten (sprich: Spielen), die sie beschwören können, um mit ihnen Seite an Seite zu kämpfen. In schöner Regelmäßig- und Häufigkeit findet ihr auf den verschiedenen Kontinenten dieser Welt Schreine verteilt, in denen ihr eine neue Vision vorgestellt bekommt. Eine geheimnisvolle Stimme erzählt von deren Schicksalen und befragt euch, was ihr an deren Stelle getan hättet. Abhängig von euren Antworten fallen verschiedene Details der jeweiligen Vision aus.
Unterlegt wird diese Präsentation von Screenshots aus den Spielen, denen diese Held*innen jeweils entstammen. Das bricht etwas die Immersion, bringt einem aber auch die Charaktere näher – immerhin dürften viele nicht über ausnahmslos alle Protagonist*innen der Final Fantasy-Reihe im Bilde sein. Andererseits: Es spoilert auch die Story und manch überraschende Wendung aus den Titeln – wer also beispielsweise Teil 8 und 10 noch nicht gespielt hat, könnte hier einige ungewollte Enthüllungen erleben.
Wer sich allerdings in der Vergangenheit – wenn auch nur marginal – mit Final Fantasy beschäftigt hat, wird viele bekannte Gesichter wiedererkennen: Von Firion und dem Zwiebelritter aus frühen NES-Zeiten der Reihe über die kultigsten Aushängeschilder wie Cloud Strife, Squall Leonhart oder Tidus bis hin zu aktuellen Held*innen wie Y’Shtola aus dem MMO Final Fantasy 14 oder Clive Rosfield aus Final Fantasy 16 sind all eure Lieblingscharaktere dabei.
Das Spiel ist btw quasi die offline Version des (inzwischen abgeschalteten) Gacha Final Fantasy Brave Exvius.
Resonance umfasst die Story der Season 1 von FFBE.
Kampfsystem ist jedoch stark umgearbeitet worden im vergleich zum Mobiltitel.
Wundert mich, dass das der Test nicht erwähnt. Ist sicherlich nicht der ausschlaggebende Grund für oder gegen einen Kauf, finde es aber interessant zu erwähnen.