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Für Elden Ring-Fans: Die 13 besten Soulslikes aller Zeiten

Dark Souls, Bloodborne und Elden Ring komplett durchgezockt und trotzdem mehr Lust auf harte Herausforderungen und epische Kämpfe? Unsere Liste der zehn besten Soulslikes schafft Abhilfe.

Nicht erst seit dem Elden Ring-Hype von 2022 sind Soulslikes in aller Munde: Das von Demon’s Souls begründete Genre hat unzählige Nachahmer hervorgebracht und auch nachhaltig Einfluss auf die Triple-A-Industrie genommen.

In dieser Flut fällt es schwer, den Überblick zu behalten: Welche Titel lohnen sich wirklich? Welche kommen den unerreichten Spielen von FromSoftware am nächsten? Und welche besitzen genug eigene Ideen, um sich bedeutungsvoll von ihnen abzusetzen? Wir sind hunderte von Toden gestorben, haben an Leuchtfeuern gerastet und unsere verlorenen Erfahrungspunkte wieder eingesammelt, um euch die unserer Meinung nach 13 besten Soulslikes zu präsentieren.

Die unmögliche Definition: Was ist eigentlich ein Soulslike?

Schon seit 2014, als mit Lords of the Fallen der erste große Nachahmer erschien, diskutieren Spieler*innen und Presse darüber, was genau der Begriff „Soulslike“ eigentlich bedeutet und was es heißt, dem Genre anzugehören. Dabei ist die wörtliche Definition zumindest auf dem Papier denkbar einfach: Ein Soulslike ist ein Titel, das wie Demon’s beziehungsweise Dark Souls ist – es orientiert sich also an den düsteren Action-Rollenspielen, die das japanische Entwicklerstudio FromSoftware 2009 und 2011 auf den Markt warf.

Ähnlich wie die Kategorie Metroidvania, deren Begriff sich aus Metroid und Castlevania zusammensetzt, stehen also existierende Spiele als Vorbild für alle anderen Genre-Vertreter und setzen die Maßstäbe für zukünftige Kandidaten. Doch was genau Demon’s Souls ausmacht und an welchen Aspekten sich ein Spiel orientieren muss, um als Soulslike zu gelten, darüber sind sich bis heute viele uneinig. Wir haben eine kleine Liste an Elementen zusammengestellt, die Demon’s Souls miteinander kombiniert und die auch in vielen anderen Soulslikes vorkommen:

  • Methodische Kämpfe
  • Eine Ausdauerleiste und eine Ausweichrolle
  • Level-Design mit vielen Abkürzungen, häufig zum letzten Speicherpunkt
  • Speicherpunkte, die besiegte Gegner nach einer Rast wieder auferstehen lassen
  • Ein Heilsystem, das sich beim Tod oder Rasten regeneriert
  • Verlust der gesammelten Erfahrungspunkte beim Tod (sowie die Möglichkeit des einmaligen Einsammelns)
  • Knackige Bosse
  • Eine Atmosphäre, die Einsamkeit und Isolation vermittelt

Diese Liste ist keineswegs allumfassend und viele Soulslikes bedienen sich nur einem Teil der Elemente, verändern diese oder fügen neue hinzu: Wer einfach nur faul aus Demon’s Souls kopiert, ohne darüber nachzudenken, warum FromSoftware das Spiel auf diese Art und Weise designt hat, mag ein Soulslike kreieren – aber vermutlich kein gutes. Jeder Genre-Vertreter in diesem Artikel hat deshalb die ursprüngliche Formel mit einem einzigartigen Twist versehen und schafft es demnach, die Soulslike-Quintessenz auf wundersame Art neu zu interpretieren.

Warum sind keine Spiele von FromSoftware auf der Liste?

Auch wenn FromSoftware erst 2011 mit Dark Souls so richtig erfolgreich wurde – insbesondere hier bei uns im Westen – begann die Formel des Soulslikes schon 2009 mit Demon’s Souls; einige der oben genannten Elemente waren sogar schon in den Kingsfield-Spielen seit 1994 zu finden. Gerade deshalb haben wir beschlossen, den FromSoftware-Titeln auf dieser Liste keinen Platz zu geben: Zum einen ist Demon’s Souls kein Soulslike, schließlich ist es nicht „wie“ Souls, sondern wortwörtlich der Genre-Begründer.

Zum anderen hat das japanische Entwicklerstudio als unfreiwilliger Erfinder natürlich einen immensen Vorteil und weiß, wie der Hase läuft. Elden Ring, Sekiro, Bloodborne oder Dark Souls 3: Sie alle stellen die Speerspitze dieser Spielekategorie dar und würden spielend leicht auf den obersten Plätzen der Liste landen. Und schlussendlich wäre da natürlich noch der Leser*innenservice: Wer nach Soulslikes sucht, der hat die Vorbilder in der Regel schon gespielt und sucht nach neuen, möglichst unbekannten Tipps.

Das Magnum Opus von From Software? Elden Ring ist auf jeden Fall das bisher beliebteste Spiel des japanischen Entwicklers. Credit: Bandai Namco, From Software – bearbeitet mit Adobe Photoshop

Habt ihr gerade Elden Ring genossen und möchtet weitere Empfehlungen dieser Art, dürfte euch das Open World-Magnum Opus auf dem Siegertreppchen nur wenig weiterhelfen. Falls ihr als Fans des Genres aber tatsächlich noch nicht alles aus FromSoftwares Portfolio gespielt habt, hier unsere uneingeschränkte Empfehlung: Ein jedes von ihnen ist definitiv eure Zeit wert. Und nun genug über Genre-Definitionen und FromSoftware geschwafelt und Bühne frei für all diejenigen, die aus der Soulslike-Seele grandiose neue Spiele geschmiedet haben.

Platz 13: Steelrising

  • Veröffentlichung: 8. September 2022
  • Entwickler / Publisher: Spiders / Nacon
  • Plattformen: PC, PlayStation 5, XBOX Series X|S

Soulslike trifft französische Revolution: Genau wie ein anderer Kandidat unserer Liste versetzt euch auch Steelrising nach Europa, nutzt allerdings die brutale Zeit des Umschwungs in Paris als Hintergrund für seine Geschichte – und verwebt das Ganze mal eben mit einer alternativen Historie, in der Maschinen längst zum Alltag gehören und damit natürlich auch treibende Kraft des Aufstands sind. Allein die abgefahrene Prämisse macht Steelrising interessant, auch, wenn die Story zu viel Raum einnimmt und gelegentlich in langatmige Gespräche ausartet.

Gut, dass sich Soulslikes eher über das Gameplay definieren und hier muss sich Steelrising nicht verstecken. Die Waffenauswahl orientiert sich eher an Bloodborne, setzt also auf Quantität statt Qualität, und verbindet sich außerdem mit einem anderen Aspekt, auf den das Spiel großen Wert legt: Statuseffekte. Bringt eure mechanisierten Gegner zum Brennen oder setzt sie unter Strom, schon befindet sich ihre Lebensleiste im freien Fall. Parieren kann aber auch nicht schaden und das fluppt glücklicherweise ziemlich gut.

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Ich muss ehrlich sein: Steelrising reißt keine Bäume aus und kommt weder an die Speerspitze dieser Genre-Liste ran, noch gewinnt es einen Preis für Innovation. Aber coole Gegnerdesigns, ein erfrischendes, düsteres Setting, das mit seinen chaotisch-zurückgelassenen Straßenzügen ebenfalls an Bloodborne erinnert, gepaart mit einem für das Genre überraschend angenehmen Schwierigkeitsgrad sorgen dafür, dass Steelrising einfach Spaß macht.

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